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Hilfe

Grundlagen

Alles in plotblock rechnet in Millimetern. Die Seite ist ein echtes Blatt: Was du auf der Zeichenfläche siehst, ist genau das, was im SVG steht und was der Plotter fährt.

Tastenkürzel

VAuswählen
BZeichnen
TText
ERadierer
FFüllen
CSchnittlinie
Leertaste halten Ansicht verschieben
Cmd/Strg + Mausrad Zoomen auf den Mauszeiger
Cmd/Strg + Z Rückgängig (mit Umschalt: Wiederholen)
Cmd/Strg + E SVG exportieren
EntfAuswahl löschen

Seite einstellen

Rechts in der Eigenschaften-Leiste wählst du das Format oder trägst freie Maße in Millimetern ein. In der Liste stehen die Papierformate A6 bis A3 und die nutzbare Arbeitsfläche der gängigen Geräte — AxiDraw, Brother ScanNCut, Cricut, Silhouette und xTool, nach Hersteller gruppiert. Tippen durchsucht sie: ein Hersteller („cricut"), ein Modell („cameo pro") oder ein Maß („305") führen gleichermaßen hin. Der Umschalter darunter dreht zwischen Hoch- und Querformat, beim Formatwechsel bleibt die Orientierung erhalten.

Bildschirm kalibrieren

Bei 100 % Zoom soll ein Zentimeter auf dem Bildschirm ein echter Zentimeter sein. Weil Monitore unterschiedlich fein auflösen, stimmt das nicht von allein — über „Bildschirm kalibrieren…" gleichst du es einmal mit einem Lineal ab. Auf den Export hat das keinen Einfluss, der ist immer maßhaltig.

Zeichnen

Mit dem Stift (B) ziehst du Freihandstriche. Die Strichbreite stellst du rechts in der Eigenschaften-Leiste ein — sie ist die Breite deines Stifts in Millimetern, nicht die Darstellung auf dem Bildschirm. 0,3 mm entspricht etwa einem Fineliner.

  • Radieren: Taste gedrückt halten und darüberfahren löscht alles Berührte. Der ganze Zug ist ein einziger Schritt zurück.
  • Füllen (F): macht aus einem geschlossenen Strich eine gefüllte Fläche.
  • Schnittlinie (C): gibt den Pfad im Export als dünne Linie aus statt als Kontur — für Schneidplotter.
  • Verschieben und drehen: mit dem Auswahlwerkzeug anklicken, am Rahmen ziehen, am Griff über der Auswahl drehen.

Text

Mit T klickst du auf die Fläche und tippst. Mit Umschalt+Enter machst du einen Zeilenumbruch, mit Enter schließt du ab. Danach stellst du rechts Schrift, Größe, Laufweite, Zeilenhöhe und Ausrichtung ein.

Text erscheint als Kontur, nicht gefüllt. Das ist kein Darstellungsfehler, sondern genau der Weg, den der Stift fährt: Google Fonts sind Outline-Schriften, der Plotter zeichnet ihre Umrisse. Im Export stehen nur Pfade und kein Textelement — die Datei sieht deshalb überall gleich aus, auch ohne die Schrift installiert zu haben.

Bei verbundenen Schreibschriften überlappen sich die Buchstaben. Für eine saubere Schnittlinie setzt du rechts „Überlappungen vereinen" — dann wird daraus ein einziger Umriss ohne Doppelstriche.

Zeichnung fotografieren und importieren

Über das Bild-Symbol in der Werkzeugleiste lädst du ein Foto oder einen Scan. plotblock rechnet daraus Striche — was danach auf dem Blatt liegt, sind gewöhnliche Striche wie selbst gezeichnete. Ein Bitmap landet nie im Dokument und nie im Export.

Die Aufnahme entscheidet

Mehr als die Hälfte des Ergebnisses hängt am Foto. Vier Punkte, die fast immer helfen:

  • Gleichmäßiges Licht, kein Blitz. Tageslicht von der Seite, keine harten Schlagschatten, keine Reflexionen auf dem Papier.
  • Von oben fotografieren und das Blatt möglichst formatfüllend aufnehmen.
  • Dunkler Stift. Fineliner, Filzstift oder weicher Bleistift. Hellgrauer Bleistift auf weißem Papier hat zu wenig Kontrast.
  • Möglichst nur das Blatt im Bild. Eine dunkle Holzmaserung ist genauso dunkel wie der Stift und wird mitgerechnet. Wenn der Tisch mit drauf ist, hilft „Blattecken erkennen und entzerren" — damit wird auf das Blatt zugeschnitten.

Der Dialog prüft Kontrast, Helligkeit und Schärfe und sagt dir vorher, wenn etwas davon im Argen liegt.

Mittellinie oder Umriss

Die wichtigste Entscheidung. Setz den Haken bei „Beide nebeneinander vergleichen", wenn du unsicher bist.

Mittellinie

Legt eine Linie in die Mitte jedes Strichs. Für dünne, gleichmäßige Striche — Handschrift, Fineliner-Zeichnungen. Der Plotter fährt jeden Strich einmal, so wie du ihn gezogen hast.

Umriss

Fährt die Außenkante nach. Für dicke Striche und ausgemalte Flächen, und immer dann, wenn geschnitten statt gezeichnet wird. Löcher bleiben erhalten.

Die Regler

Schwellwert Ab welchem Abstand zur Umgebung ein Pixel als Stift gilt. Höher = nur noch deutlich Dunkles; niedriger = auch blasse Striche, aber mehr Rauschen.
Fenstergröße Wie groß die Umgebung ist, mit der verglichen wird. Größer hilft bei ungleichmäßiger Ausleuchtung.
Entrauschen Glättet Papierkörnung, hält Kanten aber scharf. 0 schaltet es ab.
Flecken entfernen Wirft Punkte unterhalb dieser Größe weg — sonst setzt der Plotter jeden Staubkorn-Punkt einzeln ab.
Ausgemalte Flächen füllen Eine mit Filzstift ausgemalte Fläche kommt sonst hohl heraus — erkannt wird nur ihr Rand. Mit dem Haken wird sie massiv. Absichtlich hohle Formen wie Rahmen, Kreise oder ein „O" bleiben leer.
Kanten glätten Nimmt die Treppenstufen des Pixelrasters heraus. „leicht" entfernt das Raster und lässt die Form stehen; „mittel" und „stark" glätten darüber hinaus und dürfen feine Details verlieren.
Pinsel Breite des Maskenpinsels, siehe unten.
Breite im Dokument Wie breit der Import auf dem Blatt landet, in Millimetern. Lässt sich nachträglich ändern.

Störendes wegmaskieren

Mit gedrückter Maustaste über die Vorschau fahren maskiert Bereiche, die nicht vektorisiert werden sollen — Tischkante, Schatten, der Daumen am Blattrand. Mit Umschalttaste nimmst du die Maske wieder zurück. Maskierte Stellen werden ausgeschlossen und nicht etwa weiß übermalt; am Pinselrand entsteht deshalb keine Linie.

Schief fotografiert

„Blattecken erkennen und entzerren" sucht das Blatt und rechnet die Perspektive heraus. Die Erkennung ist eine Heuristik und kann danebenliegen — die Ecken lassen sich von Hand nachziehen, und du kannst auch ganz ohne Entzerren weitermachen.

Nach dem Einfügen

Der Import ist gleich ausgewählt und gilt als ein Element: Ziehen verschiebt alles, die Eckgriffe skalieren gleichmäßig — ohne zu verzerren —, der Griff oben dreht, und Entf löscht den ganzen Import. Der gesamte Import ist ein einziger Schritt zurück.

Brauchst du doch einen einzelnen Strich daraus — etwa um einen falsch erkannten zu löschen —, hältst du Alt beim Klicken gedrückt. Der Radierer arbeitet ohnehin immer strichweise.

Beim Skalieren bleibt die Strichstärke, wie sie ist: Sie ist die Breite deines Stifts und nicht Teil der Zeichnung.

Export

„Export SVG" oder Cmd/Strg + E lädt die Datei herunter. Sie ist so gebaut, dass Plotter-Software sie ohne Nachbearbeitung verarbeitet:

  • maßhaltig in Millimetern — geöffnet in Inkscape stimmen die Maße,
  • keine Transforms, alle Koordinaten absolut,
  • getrennte Gruppen für Striche und Text, damit du verschiedene Stifte zuweisen kannst,
  • keine Textelemente und keine eingebetteten Bilder, nur Pfade,
  • Raster, Blattrand und Auswahlrahmen sind nicht enthalten.

Der Zoom der Ansicht landet nie in der Datei — du kannst beim Exportieren beliebig hineingezoomt sein.

Speichern

Dein Stand wird automatisch im Browser gesichert und ist nach einem Neuladen wieder da. Das SVG ist das Ergebnis, die Projektdatei (.json) ist die Arbeitsdatei: Sie enthält das ganze Dokument und lässt sich wieder laden — zum Weiterarbeiten oder zum Weitergeben.

Zwei Dinge, die du wissen solltest: Rückgängig überlebt kein Neuladen, und „Alles löschen" wird nach einer halben Sekunde auch im Browserspeicher festgeschrieben. Was dir wichtig ist, speicherst du als Projektdatei.